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Informationen rund um den Osterhasen

Osterhasen

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Geschichten aus dem Leben des Osterhasen

(djd). "Schau mal Mami, da rennt ja der Osterhase!" Was die aufmerksamen Kinderaugen auf der weiten Flur entdeckt haben, ist der Feldhase (Lepus europaeus), der tatsächlich seit Jahrhunderten als Überbringer der Ostereier gilt. Besonders im Frühjahr sind die Tiere leicht zu beobachten, wenn die körperlich überlegene Häsin den kleineren Rammler beim Paarungslauf über Feld und Acker treibt. Auf diese Weise prüft sie die Kraft und Ausdauer des künftigen Gatten.

Die Weibchen paaren sich mit mehreren Rammlern, so dass die Jungtiere eines Wurfs häufig unterschiedliche Väter haben. Mit dieser List der Evolution wird die Inzucht in den kleinen isolierten Populationen vermieden.

Häsinnen sind keine Rabenmütter

Foto: djd/Deutsche Wildtier Stiftung
Foto: djd/Deutsche Wildtier Stiftung
Häsinnen legen ihre Jungen in Bodenmulden, so genannten Sassen ab, wo sie die meiste Zeit des Tages alleine und regungslos kauern. Dennoch sind die Hasenmütter keine Rabenmütter. Ein häufiger Besuch des Weibchens würde nur unnötig die Aufmerksamkeit von Füchsen und Greifvögeln auf die Kleinen lenken.

Deshalb kehrt die Häsin erst kurz nach Sonnenuntergang zu ihren Jungen zurück. Dann aber werden sie mit einer besonders fettreichen Milch gesäugt. Wer beim Spaziergang eine Sasse mit scheinbar verlassenen Hasenkindern findet, sollte diese also auf keinen Fall anfassen. Der menschliche Geruch könnte die Mutter abschrecken.

 

Schlauer als der Fuchs

Der Hase ist verkannt als Trottel, der vom Igel hereingelegt wird. Dabei ist Lepus europaeus ein sehr gewitzter Geselle. Und auch alles andere als ein Hasenfuß.


In der Flucht erreicht ein Feldhase bis zu 70 Kilometer pro Stunde und kann, einzigartig im Tierreich, seinen Verfolger durch plötzliches rechtwinkliges Abbiegen ("Hakenschlagen") in vollem Lauf abhängen. Dies ist dem Hasen durch seine langen Hinterbeine möglich, die beim Absprung wie Hebel wirken.
Um sich seinen Feinden, wie beispielsweise dem Fuchs, nicht durch eine Spur zu verraten und um eventuelle Verfolger zu täuschen, läuft der Hase auf der eigenen Spur zurück, bevor er sein Ruhelager aufsucht.


Feldhasen haben sich gut an ihre Feinde angepasst. Wenn beispielsweise Fuchs und Hase aufeinander treffen, zeigt der aufmerksame Hase dem Fuchs seinen weißen Bauch. Er signalisiert damit dem Fuchs, dass er kerngesund ist, seinen Feind gesehen hat und ihn im Auge behalten wird. Aus dieser "Paratstellung" heraus ist dem Hasen jederzeit eine schnelle Flucht möglich. Beim Davonlaufen hält er immer wieder inne, um sich über die Situation Klarheit zu verschaffen. Seine Flucht ist also nicht eilig, er hat den Feind lieber im Blick.

 

Frühes Mähen tötet Junghasen

Seit Beginn der modernen Agrarwirtschaft mit ihrem Einsatz großer Maschinen hat sich die Struktur der Landschaft stark verändert. Wo früher brachliegende oder vielseitig bewirtschaftete, kleinflächige Wiesen und Felder mit vielen Kräutern und Sträuchern dem Hasen ausreichend Deckung und Nahrung boten, erstrecken sich heute riesige, zusammenhängende Ackerflächen. Die Bearbeitung erfolgt mit immer größerer Geschwindigkeit, in kürzeren Abständen und mit größerer Intensität. Für Feldhasen ist dabei kaum noch ein Ausweichen möglich, da bei entsprechend günstigem Wetter alle Flächen nahezu gleichzeitig bearbeitet werden. Darüber hinaus fallen viele Junghasen dem Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen zum Opfer: Die Wiesen werden immer früher gemäht, was somit genau in die Zeit fällt, in der die Häsin ihre ersten Jungen bekommt - die dann häufig dem Mähtod zum Opfer fallen.

 

Hoffnung für den Hasen

Gute Voraussetzungen zum Überleben einer gesunden Hasenpopulation sind reich strukturierte Lebensräume mit einer großen Vielfalt an natürlichen Nahrungspflanzen und Deckung. Hilfe erhält der Hase vor allem von der Deutschen Wildtier Stiftung ( www.deutschewildtierstiftung.de ).

Sie kümmert sich um den Erhalt einer abwechslungsreichen Feldflur. Dazu gehören die Pflege von Brachland, Ackerrandstreifen und Feldgehölzen sowie die Schaffung von Äsungsflächen. Die Arbeit ist Erfolg versprechend. Zwar steht der Feldhase noch auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, aber der Bestand hat sich vieler Orts bereits erholt. Und so bleibt die Hoffnung, dass auch die Kinder der nächsten Generation noch begeistert ausrufen können: "Oh, schau mal, da hoppelt der Osterhase!"

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